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Was mir hilft, in stürmischen Zeiten klar zu bleiben

Was mir hilft, in stürmischen Zeiten klar zu bleiben

In manchen Wochen scheint alles gleichzeitig zu passieren: Ein Konflikt im Team, kritische Blicke der Eltern, 35 unbeantwortete Mails, ein Kind, das einfach nur Nähe braucht – und ich mittendrin, mit dem Wunsch, allem gerecht zu werden.

Früher hätte ich versucht, genau das zu schaffen. Heute halte ich inne. Nicht immer sofort, nicht perfekt – aber bewusst. Denn ich habe gelernt: Klarheit kommt nicht von außen. Sie entsteht innen.

Es ist nicht der Stress, der uns aus der Bahn wirft – es ist der Moment, in dem wir uns selbst darin verlieren. Ich habe lange geglaubt, ich müsse in allem funktionieren: als Leitung, als Kollegin, als Mutter. Aber dieses „Funktionieren“ hat mich von mir selbst entfernt. Was mir heute hilft, ist ein inneres Sortieren: Was gehört zu mir – und was nicht? Was ist jetzt wesentlich – und was darf warten?

Ich habe aufgehört, mich über den Lärm zu definieren. Ich höre wieder auf meinen inneren Kompass.

Ich frage mich inzwischen regelmäßig: Was brauche ich gerade, um klar zu bleiben? Was kann ich heute wirklich beeinflussen – und was nicht?

Ich nutze kurze Check-ins mit mir selbst. Nicht als „Tool“, sondern als Haltung. Manchmal reichen drei Atemzüge und eine Frage: Bin ich noch bei mir?

Es geht nicht darum, perfekt zu reagieren. Es geht darum, ehrlich zu spüren, wo ich gerade stehe – und was jetzt wirklich wichtig ist.

Neulich im Morgenkreis: Ein Kind weint, die Kollegin wirkt angespannt, ein Elternteil steht mit fragendem Blick in der Tür. Ich spüre kurz die alte Welle in mir: „Du musst das jetzt alles lösen.“Dann atme ich. Und entscheide: Erst das Kind. Dann die Kollegin. Die E-Mail kann warten. Es ist ein kleiner Moment – aber er verändert alles.

Womit verlierst du dich im KiTa-Trubel? Und was hilft dir, wieder bei dir selbst anzukommen?

Vielleicht ist es ein kurzer Moment der Stille. Eine Frage. Ein Blick. Vielleicht auch dieser Text.

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